Ziel

 

Das Projekt „Ausbruch“, in Kooperation mit Gefangenen helfen Jugendlichen e.V., soll nicht belehren und bekehren. Es soll konfrontieren und Betroffenheit bei den Teilnehmern erregen. Klischees von Verbrechen und vom Knastalltag, die zur Verherrlichung und Verharmlosung von Kriminalität führen können, werden aufgelöst. Durch die Offenheit der Gefangenen wird erreicht, dass auch die Teilnehmer sich ihnen gegenüber öffnen und sich ihnen anvertrauen.

In der anschließenden Reflexion, die in einer Jugendeinrichtung der Stadt Norderstedt stattfinden wird, soll es nicht darum gehen, den Jugendlichen zu verändern. Vielmehr soll nach den Prinzipien einer sozialraumorientierten Jugendsozialarbeit, die Arrangements und Situationen so zu gestalten, dass die individuelle Angebote unter der aktiven Beteiligung der Jugendlichen erarbeitet werden können. Im Mittelpunkt stehen hier vor allem die Aktivierung der Selbsthilfe und die Ermittlung lokaler, sozialer und personaler Ressourcen.

Insgesamt sollen so die individuellen Desintegrations- und/oder Benachteiligungserfahrungen in Elternhaus, Schule oder Ausbildung, langfristig und mit fachlicher Unterstützung auszugleichen, sofern es dem Willen des Teilnehmers entspricht.