Projektbeschreibung "Mach was"

 
 

Das Projekt soll jungen Heranwachsenden im Alter von grundsätzlich 17 bis 22 Jahren (Ausnahmen sind möglich), die aus eigenem Entschluss dieses Hilfsangebot annehmen wollen, dabei helfen, ihren bisherigen, meist kriminellen Weg, zu beenden. Nach Aussage von den Experten der Polizei und der Justiz kommt es vermehrt vor, dass mehrfach straffällig gewordene junge Heranwachsende nicht wissen, wie sie ihr bisheriges Leben ändern können, obwohl sie es nach eigener Aussage endlich ändern möchten, und dieses bei ihren Vernehmungen auch erklären. Diese Freiwilligkeit muss oberste Priorität haben und darf nicht eingefordert werden!

Hier ist der Ansatz des Projektes für die jungen Menschen, die zum Beispiel vor dem Jugendrichter oder bei der Polizei glaubhaft darlegen müssen ihr Leben ändern zu wollen. Umgehend, ohne Zeitverzug wird der junge Mensch dann zum Mitarbeiter der Einrichtung „Licht-Blick“ gebracht, der mit diesem dann eine „To-Do-Liste“ erarbeitet. Sollte er in der Lage sein, diese „To-do-Liste“ eigenständig abzuarbeiten ist eine Personenbetreuung vorerst nicht nötig. Für die jungen Menschen, die es nicht allein schaffen kommt nun ein „Pate/Coach“ („Betreuer“ – „Lotse“) hinzu, der ihn begleitet und ihm zeigt, welche Schritte man wie und wo in welcher Reihenfolge abarbeitet. Nach 2 Monaten erfolgt eine Kontrolle.

Bei der Durchführung des Projektes gibt es grundsätzlich keine Einschränkung durch das begangene Delikt.

Die Teilnahme an dem Projekt kann bei der Strafzumessung seitens des Jugendgerichts berücksichtigt werden. Eine Kooperation zwischen dem „Licht-Blick“ und der Jugendgerichtshilfe ist erforderlich

Das Projekt verschließt sich nicht vor den jungen Menschen, die ihr durch Straffälligkeiten geprägtes Leben ändern möchten aber ohne offiziellen Anlass auf dieses Projekt aufmerksam geworden sind und an dem Projekt teilnehmen wollen.

Die „Paten/Coachs“ (Betreuer) werden Menschen aus Norderstedt und Umgebung sein, die durch Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt geworben werden.

Die Lenkungsgruppe setzt sich zusammen aus einem Vertreter des KPR, einem Vertreter der Jugendgerichtshilfe, des Jugendgerichts und einem Vertreter der Einrichtung „Licht-Blick“. Die Lenkungsgruppe trifft sich vor den regelmäßigen Treffen (Anzahl wird durch die Lenkungsgruppe geregelt) mit den „Paten/Coachs“ („Lotsen/Betreuern“).